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Suzuka Renn-Blog

Suzuka Renn-Blog

Hallo, ich bin Alistair Weston, im Team nennen mich aber alle nur Spag! Das ist eine lange Geschichte... belassen wir es dabei: Ich bin der Nummer-1-Mechaniker an Michaels Auto. Ich bin also für das Team an Mechanikern verantwortlich, die auf seiner Seite der Box arbeiten.

Samstag, Rennwochenende

Der Samstag in Suzuka... der einzige Weg, um ihn zu schreiben, ist: Es ist alles ins Wasser gefallen!

Wir kamen um 8:15 Uhr für die üblichen Boxenstoppübungen an die Strecke, aber es regnete bereits sehr stark, so dass unser Chefmechaniker Matt entschieden hatte, die Übung abzusagen, um keine Beschädigung am Auto zu riskieren. Also ließen wir unser Auto an und überprüften alles, um für den Beginn des Trainings um 11:00 Uhr bereit zu sein.

Der Regen ließ aber nicht nach. Michael fuhr eine Installationsrunde, um den neuen Motor und das Renngetriebe zu checken und kam dann direkt wieder in die Box. Das war es dann auch schon... Wir warteten und warteten, aber der Regen wurde immer stärker und es war viel zu nass, um die Autos wieder auf die Strecke zu schicken. Die beiden Toro Rosso Autos gingen kurz vor dem Ende noch einmal raus, aber sie hatten Probleme und starkes Aquaplaning auf den Geraden. Somit beschränkte sich unsere Arbeit darauf, beide Autos in die Boxengasse zu schieben, um kurz vor dem Ende der Session eine Startübung durchzuführen. Das war sehr wichtig für unsere Kontroll-Jungs, aber nicht besonders beliebt in der Box - denn wir wurden alle durchnässt und hatten kalte Füße, weil wir durch das Wasser waten und die Autos wieder reinschieben mussten!

Unsere Vorbereitung auf das Qualifying war also ziemlich einfach: Wir sind nur eine Runde gefahren. Wir alle vermuteten, dass das Qualifying nicht stattfinden würde, aber wir mussten das Auto trotzdem bereit halten, wenn es doch losgegangen wäre. Bis zur letzten Safety-Car-Streckeninspektion war unser Auto bereit und wir feuerten es alle 30 Minuten an, um den Motor warm zu halten.

Aber wie wir alle vorhergesagt hatten, war es einfach zu nass, um das Qualifying abzuhalten. Das Safety Car fuhr alle halbe Stunde raus, um die Streckenbedingungen zu überprüfen, aber dann kam jedes Mal die unvermeidliche Nachricht, dass das Qualifying um weitere 30 Minuten verschoben würde. Es war ziemlich unterhaltsam, da wir uns entspannen konnten und die Fahrer mit uns in der Box warteten. Wir sahen uns auf einem der Laptops in der Box das MotoGP-Qualifying an und bauten ein kleines Boot aus Trinkflaschen mit einer Mercedes-Flagge obendrauf, das wir dann auf den Flüssen die Boxengasse hinunter segeln ließen!

Der morgige Tag wird anstrengend - denn das Qualifying findet um 10:00 Uhr statt und dann um 15:00 Uhr startet das Rennen - gefolgt vom üblichen Einpacken der Box danach. Das sollte ein interessanter Tag werden!

Der Nachteil des heutigen Tages war, dass wir früher als gedacht die Strecke verließen und so gegen 16:30 Uhr im verregneten Stau standen. Somit wurde die Rückfahrt ins Hotel, die eigentlich eine halbe Stunde dauert, zu einer zweistündigen Tortur!

Freitag, Rennwochenende

Hallo, ich bin Alistair Weston, im Team nennen mich aber alle nur Spag! Das ist eine lange Geschichte... belassen wir es dabei: Ich bin der Nummer-1-Mechaniker an Michaels Auto. Ich bin also für das Team an Mechanikern verantwortlich, die auf seiner Seite der Box arbeiten.

Der Freitag ist der arbeitsreichste Tag eines Rennwochenendes. Wir fahren zwei 90-minütige Trainings und wiederholen die gesamte Vorbereitung am Freitagabend - zudem bauen wir die Rennmotoren und Getriebe ein, um die Autos für das Qualifying am Samstag vorzubereiten.

Japan ist ein schwieriges Rennen für das Team, denn der Jetlag ist echt hart und die meisten Leute haben nur zwei oder drei Stunden geschlafen, seit wir am Montag angekommen sind.

Wir erreichen die Box früh um 7:30 Uhr und gehen direkt zum Boxenstopptraining über. Dabei wechseln wir das Auto an jedem Wochenende durch. In dieser Woche war Nicos Auto dran. Somit hatte mein Pendant auf der anderen Boxenseite, Nathan, die Aufgabe, sicherzustellen, dass alles rechtzeitig bereit war.

Das Training verlief ziemlich gut und wir konnten bald wieder an unserem Auto arbeiten, um zu überprüfen, ob alle Systeme für das Freie Training bereit waren. Die erste Session verlief gut. Wir arbeiteten das Programm der Ingenieure ab, nahmen etliche Veränderungen am Setup vor und konnten auch einige "Live"-Boxenstopps mit der gesamten Mannschaft trainieren. Michael liebt Suzuka und kam wirklich schnell in Fahrt. Am Ende belegte er Platz acht.

Die zweieinhalbstündige Mittagspause nutzten wir, um die Getriebeübersetzung zu wechseln und einige andere Setup-Änderungen vorzunehmen. Zudem schnappten wir uns schnell etwas zu essen, bevor es in die zweite Session ging. Wieder lief alles gut und Michael war mit den Fortschritten zufrieden. Er sagte, dass das Auto sich besser anfühlte, als er hier erwartet hatte. Am Ende landete er erneut auf dem achten Platz.

Wenn der Fahrbetrieb am Freitag endet, geht die Arbeit für uns erst richtig los. Wir wechseln den Motor und das Getriebe und bereiten das Auto nach den Vorgaben der Ingenieure für das Qualifying und Rennen vor. Nachdem wir den neu eingebauten Motor zum Check angelassen haben, bringen wir das Auto zur FIA-Abnahme. Dort werden das Gewicht und die Regelkonformität überprüft. Danach geht es zurück in die Box, um die Setup-Vorbereitungen abzuschließen und die letzten Checks vor dem Samstag durchzuführen.

Unser Hotel liegt in Yokkaichi, einer "Stadt" rund 30 Autominuten von Suzuka entfernt. Auf dem Heimweg beten wir alle für eine Mütze voll Schlaf und warten darauf, was der morgige Tag bringen wird. Die Wettervorhersage spricht von starkem Regen in den nächsten 24 Stunden - es könnte also ein Regen-Qualifying geben. Dann müssen wir alle hellwach sein.

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