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Toto: “Unsere Gegner verfügen über starke Fahrerpaarungen, aber ich würde nicht tauschen wollen”

Toto: “Unsere Gegner verfügen über starke Fahrerpaarungen, aber ich würde nicht tauschen wollen”

Der erste Test in Jerez schien für das Team sehr erfolgreich verlaufen zu sein.

Nach dem ersten Testtag sah es nicht danach aus, aber danach war das Auto sehr zuverlässig. Was die Kilometeranzahl anging, haben wir mehr abgespult als unser geplantes Programm vorgesehen hatte. Allerdings hatten wir mit den neuen Teilen und den anderen Herausforderungen, vor die man vor dem Saisonauftakt gestellt ist, durchaus zu kämpfen. Alles in allem stehen wir dort, wo wir es erwartet haben. Nach dem ersten Test kann man über die reine Performance noch keine Aussage treffen. Ich hoffe, dass wir nach der ersten Testwoche in Bahrain ein klareres Bild haben werden.

Wie zufrieden sind Sie mit den allgemeinen Fortschritten?

Ich würde sagen, vorsichtig zufrieden. Die Power Unit mit all ihren Systemen ist für uns Neuland, daher liegt unser Fokus darauf sicherzustellen, dass sämtliche Funktionen sachgemäß und zuverlässig funktionieren. Wir sind uns im Klaren darüber, dass wir unser volles Potenzial noch nicht ausgeschöpft haben. Einige Dinge funktionieren noch nicht so wie wir uns das vorstellen, nichtsdestotrotz sind wir stolz auf das integrierte Konzept, das von den Teams in Brackley und Brixworth entwickelt wurde.

Diese ‘integrierte Herangehensweise‘ wurde bereits herausgestrichen; Glauben Sie, dass die Herstellerteams diese Saison einen klaren Vorteil haben werden?

Ich denke, dass es in der ersten Entwicklungsphase durchaus einen Vorteil gibt - und genau in dieser Phase befinden wir uns aktuell. Aber langfristig wird sich dieser Vorteil wieder legen.

Wie hilfreich ist es, dass mehrere Kundenteams die neue Mercedes-Benz Power Unit fahren?

Wir erhalten dadurch mehr Daten, die wir analysieren können. Am Ende des Tages sind wir aber alle Konkurrenten, somit gibt es natürlich auch Informationen, die untereinander nicht geteilt werden. Dennoch gilt, je mehr Kilometer mit der Power Unit gefahren werden, umso mehr erfährt man über mögliche Probleme und kann damit die Zuverlässigkeit verbessern. Das Team in Brixworth hat bereits eine Menge Daten analysiert und das ist für die Entwicklung definitiv hilfreich,

Was halten Sie von den Regeln 2014?

Als vor einigen Jahren die Entscheidung für dieses neue Format getroffen wurde, hielt ich es für eine extrem kühne Entscheidung. Es war nicht einfach, dorthin zu gelangen, wo wir jetzt stehen. Aber man sieht jetzt, was dabei herausgekommen ist und zwar Autos, die eine unglaubliche Technik widerspiegeln. Die Formel 1 ist der Gipfel des Motorsports und der Automobilentwicklung, die Teams pushen sich konstant gegenseitig und damit auch den Sport in weitere Höhen. Viele Technologien finden sich in den Straßenautos wieder, diese sind nicht nur extrem anspruchsvoll, sondern auch relevant. Somit finde ich das Konzept großartig.

Werden die neuen Autos an den Speed ihrer Vorgänger herankommen?

Mit der Zeit, ja. Man muss bedenken, dass wir eine komplett neue Formel 1 erleben. Das Konzept der V8-Motoren wurde über Jahre hinweg entwickelt und trotzdem wurden die Bestzeiten während der Testfahrten 2013 jeden Tag übertroffen. Ich erwarte mir, dass die Autos zum Ende der Saison hin gleich schnell sein werden wie zuvor.

Sie sind an den Autos näher dran als viele andere, was denken sie über den Sound?

Wenn ich an der Boxengasse stehe, dann erinnert mich der Sound an die Formel 1 der 80ger Jahre. Es ist immer noch laut, wenn auch nicht so laut wie früher. Das Pfeifen der Turbomotoren lässt weiterhin die Arbeit der Ingenieure erkennen. Ich persönlich mag den Sound und ich denke, dass in einigen Monaten niemand mehr der Unterschied auffallen wird. Das war auch der Fall als der Sport von V12 auf V8-Motoren gewechselt ist und von V10- auf V8. Der Sound ist ein Teil der neuen, modernen Ära.

Kommt diese neue Ära den Mercedes AMG Petronas-Fahrern entgegen?

Die Formel 1 hat nicht nur die schnellsten Autos der Welt, sondern auch die Komplexesten. Das bedeutet, dass man die talentiertesten Fahrer braucht, nicht nur was den Speed angeht, sondern auch die Intelligenz. Man steigt in diese Autos nicht einfach ein wie in andere Rennmaschinen. Man muss vorher wissen, wie man das Potenzial der Autos bestmöglich nutzt. Ohne Zweifel verfügt unsere Konkurrenz über starke Fahrerpaarungen, aber ich würde unsere nicht tauschen wollen.

Viele bezeichnen die Silberpfeile als Favoriten für 2014, was denken Sie?

Wenn man zurückblickt, dann findet man oftmals die Favoriten während der Testfahrten beim ersten Rennen nicht in der gleichen Position wieder. Wir müssen bis zu einem gewissen Grad vorsichtig sein, speziell in diesem frühen Stadium. Es gibt mehrere Teams, die auf verschiedene Art und Weise stark ausgesehen haben, aber das Gesamtbild sehen wir im Moment noch nicht. Ich würde sagen, das sehen wir erst, nachdem die ersten Saisonrennen gefahren sind.

Nächster Halt ist Bahrain; wie sieht dort die Herausforderung aus?

Die Kühlung wird wohl die Hauptthematik sein. Generell wird die Kühlung die größte Herausforderung in dieser Saison sein. Unter diesem Gesichtspunkt wird der Test in Bahrain sehr spannend.

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