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Q&A: Valtteri – “Das Warten hat sich gelohnt!”

Q&A: Valtteri – “Das Warten hat sich gelohnt!”

Valtteri, wie fühlt sich dein erster Grand Prix-Sieg an?

VB: Unglaublich. Es hat eine Weile gedauert, mehr als 80 Rennen. Aber das Warten hat sich definitiv gelohnt. Die Lernkurve hat sich gelohnt. Ich habe im Winter diese Gelegenheit erhalten, zum Team zu stoßen, und sie haben es heute möglich gewesen. Dafür möchte ich dem Team danken. Ohne sie wäre es nicht möglich gewesen. Es fühlt sich unglaublich an. Der Start in die Saison war knifflig und das Duell mit Ferrari war wieder sehr knapp. Diesmal waren wir vorne, aber wir müssen weiter angreifen. Wir müssen immer mit beiden Autos auf den ersten beiden Plätzen ins Ziel kommen - das ist unser Ziel. Aber für den Moment bin ich einfach nur sehr glücklich.

Lass uns über deinen fantastischen Start sprechen…

VB: Ich denke, es ist hier nicht so schlecht, aus der zweiten Reihe zu starten. Ich hatte einen guten Start, vielleicht ein bisschen besser als die Jungs vor mir. Ich war im Windschatten und konnte in Kurve 1 innen reinfahren. Das war okay, aber ich freue mich mehr über meinen Restart nach dem Safety Car.

Genau, dein Restart war noch besser als dein Start! Erzähle uns mehr darüber...

VB: Der Restart war sehr gut und ich war vom Abstand sogar etwas überrascht, aber das war gut. Es ging sich aus. Es bieten sich nicht viele solcher Gelegenheiten. Ich glaube, am wichtigsten ist es, das Safety Car nicht vor der SC-Linie einzuholen. Das hat offensichtlich funktioniert. Das war gut.

Wie war der Druck gegen Rennende, als Sebastian auf dich aufholte und die in den Verkehr kamst?

VB: Ja, die Überrundungen und der Verkehr waren meine größte Sorge, besonders gegen Rennende. Wenn du zwei bis drei Sekunden dran bist, verlierst du bereits Rundenzeit, besonders in diesen mittelschnellen Kurven im Mittelsektor. Das war recht knifflig und ich war teilweise nicht glücklich darüber. Aber ich wusste immer, dass Seb und Kimi hinter mir das gleiche Problem haben würden. Somit war es letztlich okay. Einmal blockierten meine Räder, vielleicht 10 bis 15 Runden vor Schluss. Das hat meine Pace etwas eingebremst. Davon abgesehen war es okay. Ich bat das Team um etwas mehr Funkstille, um mich besser konzentrieren zu können und mich etwas wohler zu fühlen. Die Ruhe war schön und half.

Jemand stellte eine Theorie über deinen Sieg auf: Du hast nur gewonnen, weil du so verärgert warst über all die Fragen zur Stallregie und ob du die Nummer-2 im Team wärst. Was hältst du davon?

VB: Ich denke nicht, dass das der Grund für meinen Erfolg an diesem Wochenende war! Es ist eine gute Theorie, aber ich denke nicht, dass sie stimmt. Wenn du im Auto bist, spielt es keine Rolle, ob du verärgert bist oder nicht - du gibst immer dein Bestes. Wenn ich fahre, bin ich nicht sehr emotional. Ich versuche einfach, alles richtig zu machen und jede Runde, jede Kurve perfekt hinzubekommen. Die Fragen, die Spekulationen, die Nummer-2-Fahrer-Geschichte - all das spielt keine Rolle. Das berührt mich nicht.

Du hast keine Kristallkugel, aber beim nächsten Rennen werden die meisten Teams ganz andere Autos und Neuerungen dabei haben. Sie werden die Erkenntnisse der ersten vier Rennen unter dem neuen Reglement einfließen lassen. Was erwartest du in der nächsten Phase der Saison?

VB: Ich glaube, dass es noch schneller wird. Jedes Auto wird sich im Verlauf der Saison stark verbessern. Immer wenn es große Regeländerungen gibt, sind die Fortschritte größer, die Schritte werden immer größer, die Teams gewinnen immer mehr Rundenzeit. Ich denke, dass es für alle Teams gleich sein wird und ich glaube, dass die Top-Teams mit mehr Ressourcen sich mehr verbessern werden. Hoffentlich steigern wir uns mehr, aber ich weiß nicht, ob es eine dramatische Entwicklung geben wird. Die Autos werden einfach schneller sein - mehr Abtrieb und ein besseres Verständnis für die Reifen und alle Mischungen.

Du musst großen Erwartungen gerecht werden, immerhin sind deine Landsleute Kimi Räikkönen, Keke Rosberg und natürlich Mika Häkkinen alles Weltmeister. Wirst du der nächste finnische Weltmeister?

VB: Das ist das Ziel meiner Karriere, dafür gebe ich alles.

Hast du bereits verarbeitet, was du erreicht hast?

VB: Nein. Das dauert eine Weile. Normalerweise bin ich nicht sehr emotional. Aber als ich die finnische Nationalhymne gehört habe, war das etwas ganz Besonderes für mich. Es fühlte sich gut an. Es war ein bisschen surreal - mein erster Sieg und hoffentlich der erste von vielen weiteren. Es war definitiv eines meiner besten Rennen. Es ist ein gutes Gefühl und ich bin sehr glücklich.

Wie viel Selbstvertrauen gibt dir dieser Sieg?

VB: Ich denke viel. Ich wusste schon immer, dass ich gute Ergebnisse einfahren konnte, wenn alles zusammenkommt. Ich habe immer an meine Fähigkeiten geglaubt. Aber es ist schön, die Bestätigung dafür zu erhalten, dass diese Ergebnisse möglich sind, dass alles möglich ist. Es ist also gut, jetzt weiter nach vorne zu blicken.

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