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Von Barcelona nach Monaco: Eine spannende Reise

Von Barcelona nach Monaco: Eine spannende Reise

Kaum war die Zielflagge beim Großen Preis von Spanien gefallen, begann bereits das nächste Rennen – eines über rund 660 km entlang dem Mittelmeer.

Während Michael und Nico im Fahrerlager des Circuit de Catalunya noch die Fragen der Journalisten zu ihrer doppelten Punkteankunft auf den Plätzen sechs und sieben beantworteten, war das Team bereits damit beschäftigt, das Material - von der Boxenausstattung über die Ersatzteile bis hin zu den beiden Silberpfeilen - sicher zu verpacken und abreisefertig zu machen.

Denn diesmal musste alles noch viel schneller gehen, als dies sonst schon nach einem Grand Prix der Fall ist. Der Grund: Das nächste Rennen erlebten die beiden MGP W02 auf dem Rücken eines MERCEDES GP PETRONAS Renntransporters. Genau genommen waren es sogar zwei Rennen in einem, denn die Reiseroute von Barcelona zum nächsten Rennort in Monaco entsprach gut zwei Grand Prix Renndistanzen.

Zwei Rennen innerhalb einer Woche, so genannte back-to-back Rennen, sind an sich schon eine enorme logistische Herausforderung für das Team. Im Fall von Monaco sind die Anforderungen allerdings noch höher: immerhin findet das Freie Training im Fürstentum schon einen Tag früher als gewöhnlich statt, also am Donnerstag. Somit müssen das Motorhome und die Boxen bereits am Mittwoch aufgebaut sein. Alles muss in einer viel kürzeren Zeitspanne erledigt werden: der Abbau, das Verpacken, der Transport, das Auspacken und der Aufbau.

Die Aufgabe der Teamlogistiker lässt sich einfach beschreiben, aber umso schwieriger in die Tat umsetzen – das Motto lautet: Mit rund 30 Tonnen Material stets zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und immer zu wissen, in welcher Kiste jedes der rund 10.000 Einzelteile zu finden ist.

Die Reise-Strategie muss dabei genauso präzise geplant werden wie die Rennstrategie von Michael und Nico am Sonntag. Es gilt, so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig mitzunehmen. Aber klarerweise gibt es Dinge, die das Team einfach nicht zuhause lassen darf. Etwa die beiden Silberpfeile, Motoren, ein Ersatzchassis und alle Ersatzteile in mehrfacher Ausführung. Ganz abgesehen von Werkzeugen, Rädern und der Boxenausstattung.

Insgesamt werden rund 120 Kisten gefüllt. Darin stapeln sich Computerequipment, Notebooks, bis zu 100 Funkgeräte und Headsets, aber auch Papierservietten für die Hospitality. Nicht zu vergessen all die nützlichen Dinge, die das Leben im Fahrerlager angenehmer machen und die notwendig sind, um die Teammitglieder und Gäste zu versorgen - von der Espressomaschine bis zum Staubsauger. Damit ja keines der 10.000 Einzelteile zurückbleibt, umfassen die Checklisten des Teams mehrere dutzend DIN-A-4-Seiten.

Die Teammitglieder machten sich am Montagvormittag auf den Weg nach Monaco, wo sie am Nachmittag sicher eintrafen – aber nicht, ohne unterwegs den einen anderen Kleintransporter eines der anderen Formel 1-Teams auf der Autobahn zu überholen, und das ganz ohne die Hilfe von KERS und DRS. In der Formel 1 wollen eben alle immer die Ersten sein.

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