Back
Back

Vor 100 Jahren – Dominanz in Frankreich

Vor 100 Jahren – Dominanz in Frankreich

Lyon, 4. Juli 1914: das letzte Grand Prix-Rennen vor dem Ersten Weltkrieg und ein Meilenstein in der legendären Motorsportgeschichte von Mercedes. Unter dem offiziellen Namen 'Grand Prix de l'Automobile Club de France' fand auf dem 37 km langen Kurs auf öffentlicher Straße in der französischen Region eine epische Schlacht über 20 Runden statt, die von den Marken Peugeot und Mercedes dominiert wurde.

Bei dieser Veranstaltung versammelte sich die Weltelite sowohl an Autos als auch an Fahrern. Die Hersteller hatten völlig neue Maschinen hergestellt, um die Auflagen der neuen Motoren mit maximal 4,5 Litern Hubraum zu erfüllen. Die von Mercedes entwickelte Lösung mit vier Zylindern und einem maximalen Drehmoment von 3.000 Nm stellte sich als die beste heraus - das war fast ein Drittel höher als der Standard zu dieser Zeit.

Mercedes führte bei seiner speziell entwickelten Einheit die Technologie mit vier Ventilen ein. Der Motor basierte auf einem Flugzeugmotor von 1913 und verfügte über Kurbelgehäuse aus Aluminium in Kombination mit Stahlzylindern. Die Ventile waren darauf ausgelegt sich selbst zu kühlen, und ein fortschrittliches Zündungssystem - zwei Zündkerzen auf der einen Seite jedes Zylinders und eine auf der anderen Seite - bildeten ein weiteres einzigartiges Element, das sich als bahnbrechendes Design herausstellen sollte.

Mehr als 300.000 Zuschauer fanden sich ein, um den Höhepunkt automobiler Technologie und ein Feld bestehend aus 37 Autos aus erster Hand sehen zu können. Wegen des Zeitmessungsformats machten sich die Teilnehmer in Abständen von 20 Sekunden auf den Weg. Ein jeder riskierte dabei sein Leben und seine Gesundheit bei dem Versuch, die Distanz von 752 Rennkilometern in der schnellstmöglichen Zeit zurückzulegen.

Als die Autos aus den ersten Kurven herausfuhren, übernahm Max Saller in seinem Mercedes schnell die Führung, bevor er wegen eines Motorenproblems in der fünften Runde aufgeben musste. Georges Boillot in einem Peugeot übernahm die Führung. Hinter dem Franzosen arbeiteten sich die Mercedes-Piloten Christian Lautenschlager, Louis Wagner und Otto Salzer mit großen Schritten durch das Feld - zur Rennhälfte belegten sie die Plätze zwei, vier und fünf.

Bei noch drei ausstehenden Runden ging Lautenschlager in Führung, während seine beiden Stallgefährten Wagner und Salzer zu Boillot und dessen Landsmann Jules Goux aufschließen und Letzteren gegen Rennende überholen konnten. Als Lautenschlager die Ziellinie überquerte und einen empathischen Sieg mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 65,665 km/h feierte, spielte sich hinter ihm ein Drama ab: Boillot musste wegen eines Motorenproblems aufgeben.

Da Wagner und Salzer aus diesem Grund eine Position nach vorne rückten, war das erste reine Mercedes-Podium bei einem Grand Prix komplett. Es war eine dominante Leistung des deutschen Autoherstellers, die das Auftreten von Mercedes als Pionier der Automobilindustrie untermauerte.

Sorry, es scheint so, als sei die Version deines Browser zu alt!

Bitte aktualisiere deinen Browser oder lade eine aktuelle Version der unten aufgelisteten Browser herunter.

Internet Explorer Internet Explorer Firefox Mozilla Firefox Opera Opera Browserr Chrome Google Chrome