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Vor 60 Jahren – Formel 1

Vor 60 Jahren – Formel 1

Mercedes-Benz feierte 1954 eine sensationelle Rückkehr zum Grand-Prix-Rennsport und gab gleichzeitig sein Debüt in der Formel-1-Weltmeisterschaft. Die Samen wurden früh im Jahr 1953 gesät, als der Vorstandsvorsitzende der Daimler-Benz AG - Fritz Könecke - ein ambitioniertes Ziel für die Wiederaufnahme der internationalen Rennaktivitäten setzte: es sollte schon im folgenden Jahr gleichzeitig in er Formel 1 und bei den Sportwagen gefahren werden.

Herzstück des Projekts war der W 196 R. Ein komplett neues Konzept mit einer Reihe einzigartiger Merkmale, die nötig waren, um eine alles-besiegende Rennmaschine zu erschaffen: Zwei verschiedene Karosserieverkleidungen, drei unterschiedliche Radstände, ein Leichtbau-Rahmen und unheimlich starke Bremsen bildeten die Basis, während der Motor - ein Reihenachtzylinder mit 2496 Kubikzentimeter Hubraum und Direkteinspritzung - mehr als 250 Pferdestärken lieferte. Damit beschleunigte er den W 196 R auf eine Spitzengeschwindigkeit von mehr als 300 km/h.

Beim zweiten europäischen Rennen der Formel-1-Saison 1954 - dem Großen Preis von Frankreich - ging die neue Generation der Silberpfeile erstmals an den Start. Der W 196 R setzt im Training die schnellste Zeit, aber bei seinem Renndebüt am 4. Juli in Reims sollte die neugeformte Mannschaft alle Erwartungen übertreffen. Juan Manuel Fangio, Weltmeister von 1951, startete mit den Stallgefährten Karl Kling und Hans Hermann. Die Kombination aus Auto und Fahrer bescherte unmittelbar Erfolg. Obwohl Herrmann früh aufgeben musste - kurz nachdem er die schnellste Rennrunde gefahren war -, fuhren Fangio und Kling einen überzeugenden Doppelsieg ein: im Ziel trennten sie nur 0,1 Sekunden voneinander, der Rest des Feldes hatte schon mehr als eine ganze Runde Rückstand. Dieser sensationelle Erfolg hatte eine historische Bedeutung, denn genau 40 Jahre zuvor - am 4. Juli 1914 - gewann Mercedes den Großen Preis von Frankreich in Lyon.

Den hohen Ansprüchen von Fritz Könecke entsprechend, rückte der Gewinn der Weltmeisterschaft 1954 in den Fokus. Nachdem das stromlinienförmige Auto auf dem vergleichsweise kurvigen Silverstone Circuit strauchelte, bereitete Chefingenieur Rudolf Uhlenhaut die zweite Variante des W 196 R vor: sie hatte mit freiliegenden Rädern ein klassischeres Design für einen Monoposto. Von da an gab es keinen Halt mehr für die Mercedes-Fahrer. Bei allen verbliebenen Rennen der Saison landete mindestens ein Silberpfeil-Pilot auf dem Podium. Fangio gewann in Deutschland, der Schweiz und Italien und wurde Dritter in Spanien, während Hermann in der Schweiz Dritter wurde. Mit dem Sieg in der Schweiz krönte sich Fangio zum Weltmeister, von neun Rennen gewann er sechs.

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