• Lebensrettende Atemhilfe an NHS Krankenhäuser ausgeliefert

Die Atemhilfen, die gemeinsam von UCL, UCLH und Mercedes-AMG High Performance Powertrains entwickelt worden sind, wurden nun an die NHS Krankenhäuser in Großbritannien ausgeliefert.

Die UCL-Ventura Atemhilfe, auch als Continuous Positive Airway Pressure (CPAP)-Geräte bekannt, wurden in Zusammenarbeit von UCL, UCLH und Mercedes-AMG HPP entwickelt und werden nun in ganz Großbritannien in Krankenhäusern eingesetzt, um COVID-19-Patienten zu behandeln.

CPAP-Geräte helfen Patienten dabei, einfacher zu atmen. Die Ingenieure an der UCL und bei HPP in Brixworth arbeiteten rund um die Uhr daran, Geräte zu entwickeln, die rasch produziert werden können. Dies gelang ihnen in weniger als 100 Stunden - vom ersten Meeting bis zur Produktion des ersten Geräts.

Die UCL-Ventura unterlief Tests am UCLH und Schwesterkrankenhäusern in London und wird nun an Krankenhäuser in ganz Großbritannien ausgeliefert. Die Mitarbeiter des NHS können die Geräte ohne zusätzliche Kosten für ihr Krankenhaus anfordern, um für mögliche Fälle in der Zukunft gerüstet zu sein. 

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Die Regierung bestellte bis zu 10.000 CPAP-Geräte, die im Technologiezentrum von Mercedes-AMG HPP in Brixworth gebaut wurden.

Bei der Produktion der CPAP-Geräte kamen 40 Maschinen zum Einsatz, die normalerweise F1-Kolben und Turbolader produzieren. Für diesen Zweck wurde die gesamte Anlage in Brixworth an die neuen Anforderungen angepasst.

Andy Cowell, Managing Director von Mercedes-AMG High Performance Powertrains, sagte: "Es ist ein unheimlich schönes Gefühl, zu sehen, wie die hier in Brixworth rasch entwickelten und produzierten Geräte Patienten in ganz Großbritannien helfen. Die Nachfrage nach den Geräten im örtlichen Krankenhaus in Northampton erfüllt unser ganzes Team mit Stolz."

Die zur Produktion der Geräte notwendigen Details werden für andere Hersteller kostenlos zum Download angeboten. Das Lizenzpaket beinhaltet nicht nur die Designs, sondern auch genaue Angaben zu den verwendeten Materialien, Werkzeugen und der benötigten Ausrüstung.

Seit der Veröffentlichung der Informationen gab es mehr als 3.100 Anfragen für die Designs. Mehr als 1.800 Teams wurden genehmigt und die Designs wurden in 105 Ländern der Welt geteilt.

Professor Rebecca Shipley, Director des UCL Institute of Healthcare Engineering, sagte: "Wir haben uns von Anfang an darauf konzentriert, die Geräte dem NHS dann zur Verfügung stellen, wenn sie benötigt werden. Mein Dank gilt der Flut an Freiwilligen, die unermüdlich daran gearbeitet haben, um dies so rasch möglich zu machen. Das gilt ganz besonders für G-TEM, die für die schnelle Verbreitung an die NHS Krankenhäuser entscheidend waren. Die UCL-Ventura Story ist ein fantastisches Beispiel dafür, was möglich ist, wenn Ingenieure, Produzenten und das Gesundheitssystem zusammenarbeiten."

Professor Mervyn Singer (UCL Medicine) sagte: "Die UCL-Ventura Geräte haben bereits hunderten von COVID-19-Patienten dabei geholfen, besser zu atmen. Sie wurden über das NHS Krankenhaus-Netzwerk verteilt und helfen dabei, Leben zu retten, indem die nur in begrenzter Anzahl vorhandenen Beatmungsgeräte nur für schwer Erkrankte eingesetzt werden müssen. Aus diesem Grund haben wir und andere festgestellt, dass eine erhebliche Anzahl an Patienten, die mit den CPAP-Geräten behandelt wurden, nicht mechanisch beatmet werden müssen und sich in der Folge schneller erholen. Die neueste Version des Geräts ist sehr viel sauerstoffeffizienter. Bei den meisten Patienten benötigen sie nur ein wenig mehr Sauerstoff als ein Beatmungsgerät. Das ist wichtig, da es in einigen Krankenhäusern, die Covid-19-Patienten behandeln, Bedenken wegen der Sauerstoffversorgung gab."

Professor Tim Baker (UCL Mechanical Engineering) sagte: "Bei der Produktion dieser Geräte war Geschwindigkeit ganz entscheidend. Wir mussten sicherstellen, dass sie vor dem Anstieg der Covid-19-Fälle ausgeliefert werden konnten. Um das zu erreichen, haben unsere Freiwilligen die Nacht durchgearbeitet, um die Ausrüstung für die CPAP-Geräte zu montieren und auszuliefern. Dank ihnen kann die UCL-Ventura, ein CPAP-Gerät mit niedrigem Fluss, so schnell an Krankenhäuser im ganzen Land verteilt werden."

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