• 5 Antworten zu unserer neuen F1-Lackierung für 2020

Wir treten in der Formel 1-Saison 2020 mit einer anderen Lackierung an, als das Auto im Februar präsentiert wurde. Hier verraten wir die Gründe dafür...

1) Warum habt ihr die Lackierung verändert?

Die silberne Lackierung, die wir im Februar mit dem W11 vorgestellt haben, wird in der Formel 1-Saison 2020 nicht zum Einsatz kommen. Stattdessen werden wir mit einer schwarzen Lackierung antreten. Damit wollen wir unser Engagement im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung in jeglicher Form zeigen. Die jüngsten Ereignisse haben gezeigt, dass mehr getan werden kann und muss (und das mit besonderer Dringlichkeit), um diese Herausforderungen zu meistern. Wir haben eine globale Sportplattform mit mehreren hundert Millionen von Formel 1-Fans. Dadurch bietet sich eine riesige Möglichkeit, die wir nutzen können und sollten, um uns für Veränderungen einzusetzen und unseren Teil dazu beizutragen, dies zu ermöglichen.

2) Wie lange wird die Lackierung zum Einsatz kommen?

Unsere schwarze Lackierung auf dem W11 ist kein einmaliger PR-Gag. Als Team und Sport liegt ein langer Weg vor uns, um unsere Vielfalt zu verbessern. Dafür braucht es ein langfristiges Engagement, um einen positiven und nachhaltigen Wandel herbeizuführen. Wir werden die gesamte Formel 1-Saison 2020 mit dieser Lackierung antreten. Sie wird auf beiden Autos zu sehen sein und auch Lewis sowie Valtteri werden in schwarzen Rennanzügen fahren. Zudem haben sie in der gesamten Saison ein verändertes Helmdesign. Dies sind die ersten Schritte, die wir unternehmen, um unseren Einsatz für positive Taten zu demonstrieren.

3) Warum nehmt ihr euch gerade jetzt dieser Problematik an?

Wir haben schon immer betont, dass Rassismus und Diskriminierung jeder Form nichts in unserem Team und unserer Gesellschaft zu suchen haben. Die jüngsten Ereignisse haben uns jedoch klar gemacht, dass wir mehr dagegen unternehmen müssen. Wir müssen mehr Bewusstsein dafür schaffen und uns für den Wandel aussprechen, damit wir in Zukunft einen integrierten und besseren Sport aufbauen können. Nelson Mandela sagte einst: „Sport hat die Kraft, um die Welt zu verändern. Er hat die Kraft, zu inspirieren. Er hat die Kraft, die Menschen zu vereinen – auf eine Art, wie es sonst nur sehr wenige können.“ Wir haben die Chance, unsere Stimme für eine starke Botschaft zu nutzen, die viel wichtiger ist als der Sport selbst. Die Ereignisse der vergangenen Wochen haben es deutlich gemacht, dass wir nicht genug getan haben, um uns zu äußern und gegen diese Probleme auszusprechen, die viele Menschen in aller Welt betreffen. Zudem hat sich gezeigt, dass wir mit unserer Plattform noch sehr viel mehr unternehmen können, um positive Veränderungen voranzutreiben.

4) Wie viel Vielfalt steckt im Team?

Die einfache Antwort lautet: nicht genug. Für uns steht fest: wenn wir unser Team vielfältiger gestalten und mehr Talente unterrepräsentierter Herkunft anziehen können, dann werden wir ein stärkeres Team. Die Veränderung des visuellen Aussehens der Silberpfeile unterstreicht und zementiert unser Engagement im Namen dieses Wandels. Gleichzeitig erinnert es uns selbst daran, dass wir einzeln aber auch als Team, mehr tun können und müssen.

5) Welche konkreten Schritte wird das Team und die F1 unternehmen?

Uns ist klar, dass mit Blick auf die Vielfalt sein langer Weg vor uns liegt. Wir arbeiten im Moment an einem Programm zur Vielfalt und Integration, das wir noch vor Saisonende bekanntgeben möchten. Das Programm konzentriert sich darauf, unsere Anstellungs- Entwicklungsprozesse zu analysieren. Dabei arbeiten wir mit den wichtigen Entscheidern innerhalb unseres Sports an neuen Initiativen, um den Zugang zu verbessern, weiter zuzuhören und das Bewusstsein unserer Teammitglieder zu stärken. Außerdem planen wir Weiterbildungsmaßnahmen, um junge Talente aus unterrepräsentierter Herkunft zu ermutigen und zu unterstützen. Gleichzeitig stehen wir voll und ganz hinter der F1-Initiative #WeRaceAsOne. Die F1 bildet eine Task Force, um Anstellungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für unterrepräsentierte Gruppen zu identifizieren; darunter MINT-Karrieren und die nötigen Maßnahmen, um diese Ergebnisse umzusetzen. Die F1 gründet zudem eine Stiftung, um dabei zu helfen, Praktika und Lehren für unterrepräsentierte Gruppen innerhalb des Sports zu finanzieren.