• Valtteri holt die Pole in Imola, Lewis auf P2

Enges Qualifying auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari: Sowohl Valtteri als auch Lewis starten für das Mercedes-AMG Petronas F1 Team aus der ersten Reihe

  • Valtteri fuhr auf die Pole Position - zum 15. Mal in seiner Formel 1-Karriere und zum vierten Mal in dieser Saison
  • Lewis beendete das Qualifying ein knappes Zehntel hinter seinem Teamkollegen auf Platz zwei
  • Damit starten zum zehnten Mal in dieser Saison beide Fahrer des Teams aus der ersten Reihe
  • Valtteri und Lewis gehen jeweils auf den Medium-Reifen in den Emilia Romagna Grand Prix 2020
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Valtteri Bottas

Es ist nie einfach, auf die Pole Position zu fahren, aber diese Strecke macht mir richtig Spaß. Wenn man Vollgas gibt, ist das ein wundervolles Gefühl und ich wusste, dass ich auf meiner letzten Runde alles geben musste. Ich musste heute sehr hart an den Kurven zwei und drei arbeiten und habe sie erst am Ende richtig hinbekommen. Das gleiche gilt für die Schlusskurven, in denen ich mit etwas Instabilität zu kämpfen hatte, aber mir war bewusst, dass ich am Ende alles geben musste. Deshalb habe ich es riskiert und das Auto hat wunderbar eingelenkt. So konnte ich die kleinen Verbesserungen finden, die ich gebraucht habe, und es ist fantastisch, wenn einem das gelingt. Danach hatte ich eine Gänsehaut! Morgen erwartet uns ein guter Kampf: der Weg bis zur ersten Kurve ist einer der längsten des gesamten Jahres und Lewis sowie Max werden mich ganz sicher jagen. Aber ich habe einen guten Startplatz und hoffentlich ist meine Pace morgen ebenfalls gut. Auf geht's!

Lewis Hamilton

Valtteri hat heute eine großartige Leistung gezeigt. Meine letzte Runde war hingegen schwach, aber so etwas kommt vor. Man kann nicht immer alles perfekt hinbekommen. Diese Strecke ist unglaublich. Sie ist ein Klassiker mit einer fantastischen Geschichte und die Geschwindigkeiten sind überwältigend, die wir hier erreichen. Ich bin sehr dankbar, dass ich hier fahren darf und dass wir hier so eine Performance haben. Das ist absolut bemerkenswert. Die Reifen funktionieren hier besser als am vergangenen Wochenende in Portugal, aber es war trotzdem eine echte Herausforderung. Ich bin mir relativ sicher, dass wir morgen ein ziemlich langweiliges Rennen erleben werden. Diese Strecke ist sehr eng und man kann nach der ersten Schikane nirgends gut überholen. Es wird also sehr hart, wenn man jemandem hinterherfahren muss, aber hoffentlich bietet uns das DRS ein paar Gelegenheiten in der ersten Bremszone. Max war sehr stark auf seinen Rennversuchen heute Vormittag. Er kann uns also gefährlich werden. Ich werde morgen alles geben und dann werden wir sehen, wie es läuft.

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Toto Wolff

Das war ein großartiges Qualifying, in dem es wieder einmal auf die allerletzte Runde ankam. Am vergangenen Wochenende in Portugal schien Valtteri während des Qualifyings die Oberhand zu haben. Aber dann schnappte sich Lewis am Ende die Pole mit einer Zehntelsekunde Vorsprung. Hier konnte Valtteri den Spieß umdrehen und sich die Pole sichern. Bei den zurückliegenden Rennen lagen beide in der Qualifikation sehr nah beieinander, mal war der eine vorne, mal der andere. Genauso sollte es sein. Für das Rennen haben wir uns dazu entschieden, auf der Medium-Mischung zu starten, da die Soft-Reifen auf den Long Runs im Training nicht besonders toll aussahen. Wir werden unseren Fahrern sagen, dass sie alles geben und hart gegeneinander kämpfen sollen - alles weitere wissen sie selbst und wir freuen uns darauf zu sehen, wie es ausgehen wird.

Andrew Shovlin

Es ist fantastisch, dass wir morgen mit beiden Autos aus der ersten Reihe ins Rennen gehen. Gratulation an Valtteri zu einer sehr guten Runde ganz am Ende des Qualifyings, die ihm die Pole einbrachte. Uns hat das Zwei-Tage-Format bislang gefallen. Es ist einfach nicht möglich, innerhalb von eineinhalb Stunden alle üblichen Hausaufgaben zu erledigen. Somit war das Training ein kleiner Kompromiss zwischen Arbeiten mit viel und wenig Sprit an Bord. Eine kleine Überraschung war für uns, wie schlecht der Soft-Reifen am Vormittag war. Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir das gleiche Trainingsprogramm absolviert wie Red Bull und Ferrari und uns einen Satz fürs Qualifying aufgehoben. Valtteri brauchte am Vormittag ein bisschen, bis er in Fahrt kam. Er beschädigte seinen ersten Satz harter Reifen mit einem Bremsplatten. Dadurch musste er die Arbeiten mit wenig Benzin auf Medium- und Soft-Reifen erledigen, ohne vorher allzu viele Runden abgespult zu haben. Bei Lewis lief es besser, er kam auf Anhieb mit der Strecke klar und sobald er mit wenig Benzin unterwegs war, fuhr er schneller als alle anderen. Mit so wenig Trainingszeit bleibt für das Qualifying immer eine gewisse Lernkurve übrig, aber es sah so aus, als ob unsere Autos durchgängig einen kleinen Vorsprung auf Red Bull hatten. Zwischen unseren Fahrern ging es jedoch sehr eng zu und Valtteri setzte sich erst in den Schlusssekunden durch. Mit Blick auf morgen sind wir nicht ganz sicher, wie unsere Pace im Vergleich zu jener von Red Bull aussehen wird. Sie schienen auf den Long Runs heute Morgen ungefähr gleichauf zu sein, aber das werden wir im ersten Stint herausfinden - dann werden wir sehen, ob wir einen Vorsprung herausfahren können. 

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