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    Test 1, Tag 2: 183 Runden für Lewis und Valtteri

 

Das Mercedes-AMG Petronas F1 Team beendete den zweiten Tag der Wintertestfahrten nach insgesamt 183 absolvierten Runden

Das neue Auto des Mercedes-AMG Petronas F1 Teams, der F1 W11 EQ Performance, legte am zweiten Tag der Saisonvorbereitung auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya knapp 800 Kilometer zurück. Die Testarbeit teilten sich Lewis und Valtteri auf.

  • Am Vormittag nahm Lewis im Cockpit Platz. Er konzentrierte sich auf eine Reihe an verschiedenen Systemchecks sowie Long Runs mit Boxenstoppübungen
  • Am Nachmittag übernahm Valtteri das Auto. Auch er konzentrierte sich auf Systemchecks und fuhr eine Rennsimulation. Sein Testtag wurde schlussendlich in Folge eines elektrischen Problems ein bisschen früher als geplant beendet
  • Das Testprogramm konzentrierte sich auf Systemchecks und Aerodynamikvergleiche, Long-Run-Simulationen und Boxenstoppübungen
  • Mercedes-Benz Power Units legten heute insgesamt 2.067 km zurück
  • Morgen Vormittag sitzt Valtteri im W11, bevor am Nachmittag Lewis die erste Testwoche abschließen wird.

Lewis Hamilton

Heute war erneut ein wundervoller Tag hier in Barcelona und wir konnten viele Kilometer mit dem neuen Auto zurücklegen. Wir haben eine Rennsimulation am Vormittag absolviert – das ist klasse für unsere Zuverlässigkeit und zeigt was für eine Basis wir haben. Heute ist wahrscheinlich der erste Testtag, an den ich mich erinnern kann, an dem ich nach dem Ende noch weiterfahren wollte. Uns blieben noch 20 Minuten und ich wollte die Zeit bestmöglich ausnutzen und mehr Runden fahren, aber uns waren die Reifen ausgegangen. Es fühlte sich wie ein guter Tag an und ich bin physisch in einer fantastischen Verfassung. Es ist ein großartiges Gefühl, eine Rennsimulation hinter sich gebracht zu haben und trotzdem noch das Gefühl zu haben, weitere 100 Runden fahren zu können.

Valtteri Bottas

Wir sind am Nachmittag 77 Runden gefahren, das ist eine gute Zahl. Aber unser Test wurde durch ein Problem vorzeitig beendet, was den Tag ein wenig schwieriger gestaltete. Alles in allem war es aber ein guter Tag, um mehr über das Auto zu lernen. Wir sind viele Kilometer gefahren und ich bin beinahe eine komplette Rennsimulation gefahren. Daraus können wir viele Lehren und jede Menge Daten ziehen, die wir uns bis morgen ansehen werden. Ich selbst kann viel aus der Rennsimulation lernen und sie weiter analysieren. Das Auto fühlte sich gut an und ich freue mich darauf, den Test morgen fortzusetzen. Hoffentlich erwartet uns dann ein reibungsloser Tag.

James Allison

Wir sind alle ein wenig enttäuscht, dass der heutige Tag vorzeitig zu Ende war. Aber wir können uns damit darüber hinwegtrösten, dass wir das Problem schnell lösen können und wir bis dahin schon 183 Runden zurückgelegt hatten. Genau deswegen absolvieren wir ja Testfahrten. Es ist ermutigend, dass sich das Auto am zweiten Testtag ehrlich, gut und ordentlich schnell angefühlt hat. Die Rennsimulation von Lewis am Vormittag war sauber und jene von Valtteri war, bis sie unterbrochen wurde, ebenfalls auf einem guten Weg. Es war auch ein interessanter Tag, da wir zum ersten Mal mit dem DAS-System gefahren sind. Gemeinsam mit den Fahrern lernen wir immer mehr über das System und sehen, was es uns in der kommenden Saison bringen kann. Jetzt freuen wir uns auf den letzten Testtag in dieser Woche, an dem wir unsere Arbeit fortsetzen werden, um alle unsere Aufgaben bis zum Saisonstart in Melbourne zu erledigen.

Warum ist Barcelona eine gute Strecke für Testfahrten?

Der Streckenverlauf des Circuit de Barcelona-Catalunya bietet eine gute Mischung aus verschiedenen Charakteristiken. Es gibt langsame, mittelschnelle und schnelle Kurven, aber auch zwei relativ lange Geraden, auf denen die F1-Autos hohe Geschwindigkeiten erreichen – mehr als 300 km/h auf der Start-/Zielgeraden und etwas weniger auf der Gegengeraden. Diese Kombination aus unterschiedlichen Streckencharakteristiken macht den Circuit de Barcelona-Catalunya alles in allem zu einem guten Referenzpunkt, da die Teams viel über die Performance ihres Autos in verschiedenen Situationen lernen können. Dazu zählen unter anderem die Fahrzeugbalance und der Umgang mit den Reifen. Die Teams werden diese Informationen dazu verwenden, das bestmögliche Setup für ihre Autos zu finden, damit diese die maximale Performance erreichen. Entsprechend ist es sehr hilfreich, auf einer Strecke zu testen, auf der eine Vielzahl an Charakteristiken anzutreffen sind. 

Es gibt jedoch einen möglichen Nachteil der Testfahrten in Barcelona und das ist die geographische Lage der Strecke. Denn diese bedeutet, dass das Wetter unter Umständen knifflig sein kann. 2018 verloren die Teams zum Beispiel einen Testtag wegen schlechten Wetters – die Strecke war schneebedeckt und vereitelte somit, dass die F1-Autos rausfahren konnten. In diesem Jahr sieht die Vorhersage jedoch vielversprechend aus. Die Wetterfrösche rechnen mit relativ milden Temperaturen und Sonnenschein. Aber selbst an einem schönen Tag liegen die Temperaturen normalerweise deutlich unter jenen, welche die Teams einige Monate später bei ihrer Rückkehr zum Großen Preis von Spanien erwarten werden. An einem kalten, bewölkten Tag während der Wintertestfahrten übertreffen die Streckentemperaturen selten 20 Grad Celsius und selbst an einem relativ milden und sonnigen Tag liegen sie normalerweise zwischen 25 und 30 Grad. An einem sonnigen Tag im Mai kann die Streckentemperatur aber locker 40 Grad und mehr betragen. Das hat einen großen Einfluss auf das Auto und die Reifen.

Ergebnis: Wintertest I - Tag 2

Pos. Fahrer Team Zeit Runden
1 Kimi Räikkönen (7) Alfa Romeo 1:17.091 134
2 Sergio Perez (11) Racing Point 1:17.347 145
3 Daniel Ricciardo (3) Renault 1:17.749 41
4 Alex Albon (23) Red Bull 1:17.912 134
5 Pierre Gasly (10) AlphaTauri 1:18.121 147
6 Sebastian Vettel (5) Ferrari 1:18.154 73
7 George Russell (63) Williams 1:18.266 116
8 Charles Leclerc (16) Ferrari 1:18.335 49
9 Lewis Hamilton (44) Mercedes-AMG Petronas F1 Team 1:18.387 106
10 Lando Norris (4) McLaren 1:18.474 137
11 Romain Grosjean (8) Haas 1:18.496 158
12 Esteban Ocon (31) Renault 1:18.557 52
13 Valtteri Bottas (77) Mercedes-AMG Petronas F1 Team 1:19.307 77