• Mercedes startet in Spa-Francorchamps in die 2. Saisonhälfte

Die Formel 1 ist zurück aus der Sommerpause: Arbeitsreicher Trainings-Freitag für das Mercedes-AMG Petronas F1 Team in Spa-Francorchamps

  • Valtteri fuhr die schnellste Rundenzeit im 1. Freien Training, Lewis belegte den 18. Platz, nachdem er auf seiner Qualifying-Simulation mit den Soft-Reifen in der letzten Schikane aufgehalten worden war.
  • Kurz vor dem 1. Training setzte Regen ein, was zu einer Installationsrunde auf Intermediates führte. Danach wechselten die Fahrer rasch auf Slicks. Darauf konzentrierten sie sich auf Long Runs und das Testen verschiedener Balance-Optionen.
  • Im 2. Training fuhr Valtteri die zweitbeste Zeit, Lewis belegte knapp dahinter P3. Die Top-3 lagen innerhalb von gerade einmal 0,072 Sekunden.
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Valtteri Bottas

Alles hat sich gut angefühlt. Ein Blick auf die Zeitenlisten verrät, dass es hier sehr eng zwischen Red Bull und uns zugehen wird. Heute Abend werden wir uns alles im Detail ansehen, um herauszufinden, wo wir uns vielleicht noch ein bisschen steigern können. Die Pace war sowohl auf den kürzeren als auch den längeren Runs ordentlich. Nach den Trainings ist es immer schwierig, die Zeiten genau zu vergleichen, aber das Gefühl ist zumindest gut. So gesehen war es ein positiver Start in das Wochenende. Wir scheinen mit unserer Flügeleinstellung auf den Geraden recht schnell zu sein. Im Rennen wird es für mich wichtig sein, im ersten und dritten Sektor schnell zu sein, um dort überholen zu können. Falls es aber regnen sollte, möchte man dort mehr Abtrieb haben. Jetzt müssen wir von Session zu Session sehen, wie es sich entwickelt. Diese Entscheidung wird für das Qualifying entscheidend sein.

Lewis Hamilton

Es ist eine große Herausforderung, hier die richtige Balance zu finden. Im ersten Training haben wir es so probiert, im zweiten haben wir sie am Nachmittag dann geändert. Die Pace war recht ähnlich, man versucht die eine Option und ist dann im ersten und dritten Sektor schneller, dafür aber in der Mitte langsamer. Danach probiert man eine andere Variante und es ist genau umgedreht. Deshalb ist es nicht einfach, die richtige Balance zu finden. Gleichzeitig ist es schwierig, in diesen kurzen Trainings viele Erkenntnisse zu sammeln, aber wir geben unser Bestes. Wenigstens war es für den Großteil der Sessions trocken. Alles in allem war es ein ordentlicher Tag, aber ich war noch nicht ganz zufrieden mit dem Auto. Wir haben heute Abend also noch etwas Arbeit vor uns. Das Wetter wird hier eine wichtige Rolle spielen. Für den Fall, dass es regnen sollte, möchte man klarerweise mehr Abtrieb, aber falls es dann doch nicht regnen sollte, ist man so anfällig auf den Geraden. Deshalb müssen wir bei den Änderungen, die wir vornehmen, sehr vorsichtig sein. 

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Andrew Shovlin

Alles in allem war es ein sauberer Tag für uns. Am Freitag ist es hier wegen der langen Rundendistanz oftmals schwierig, dazu kommt das unvorhersehbare Wetter. Aber wir konnten die Trainings gut nutzen und haben am Ende eine vernünftige Balance gefunden. Es ist schwer zu sagen, wo wir genau stehen. Auf dieser Strecke kommt es sehr auf die Leistung an, das Verändern der Modi kann deshalb hier große Unterschiede in der Rundenzeit ausmachen. Das Auto scheint aber so zu funktionieren, wie es soll und es sieht so aus, als ob wir mit unserer Pace dabei sind. Wir können noch etwas an der Balance feilen und Lewis hatte auf dem Long Run einige Vibrationen, die sicher nicht geholfen haben. Aber hoffentlich können wir uns über Nacht noch weiter steigern. Mit Blick auf das Wetter gehen wir davon aus, dass es für den Rest des Wochenendes so weitergeht. Es ist schwierig, weiter als 30 Minuten in die Zukunft zu blicken. Dadurch könnte die Planung für das Qualifying und das Rennen knifflig werden, aber das ist hier keine ungewöhnliche Situation.