• Lewis fährt in Imola auf P2

Actiongeladenes Rennen beim Emilia Romagna Grand Prix: Lewis beendet beeindruckende Aufholjagd auf Platz zwei

  • Lewis fuhr bei wechselhaften Wetterbedingungen in Imola auf den zweiten Platz - obwohl er in Runde 31 die Streckenbegrenzung berührte und dadurch bis auf Rang neun zurückfiel. Kurz darauf wurde das Rennen in Runde 34 nach einer roten Flagge neu gestartet.
  • Valtteri schied nach einem Zwischenfall mit Williams-Fahrer George Russell in Runde 33 aus
  • Lewis erzielte die schnellste Rennrunde und sammelte damit einen zusätzlichen WM-Punkt
  • Lewis (44 Punkte) führt die Fahrer-Weltmeisterschaft mit einem Zähler Vorsprung vor Max Verstappen (43 Punkte) an, Valtteri (16 Punkte) belegt Platz fünf
  • Das Mercedes-AMG Petronas F1 Team (60 Punkte) führt die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft mit sieben Zählern Vorsprung vor Red Bull (53 Punkte) an
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Lewis Hamilton

Wenn man bedenkt, dass ich zu einem Zeitpunkt des Rennens die Streckenbegrenzung vor mir hatte und danach eine Runde zurücklag, kann man wohl sagen, dass es in dieser Hinsicht ein schwieriger Tag war. Ich hatte eine gute Pace im Regen und konnte aufholen, war aber beim Überrunden vielleicht ein wenig zu ungeduldig. Ich bin auch nur ein Mensch, solche Fehler können vorkommen. Ich bin dankbar dafür, dass ich noch einmal ins Rennen eingreifen und eine Aufholjagd starten konnte, die mich bis auf Platz zwei zurückführte. Heute war ein harter Tag für das Auto. Ich startete als Erster und hätte auch als Erster ins Ziel kommen sollen, aber solche Herausforderungen müssen wir überwinden. Uns erwartet ein großartiges Duell. Weiter geht's.

Valtteri Bottas

Körperlich geht es mir gut. Es war ein ordentlicher Unfall, der aber bei diesen Geschwindigkeiten viel schlimmer hätte ausgehen können. George kam nah an mich heran und entschied sich für einen Angriff. Die Strecke ist sehr eng und es gibt nur eine trockene Linie. Er entschied sich, es außen zu versuchen. Dort war zu jeder Zeit genügend Platz für zwei Autos vorhanden, aber er hat die Kontrolle verloren und mich getroffen. Ich habe bislang noch nicht mit ihm gesprochen. Ich konnte keinen Ton verstehen, was er direkt nach dem Unfall gesagt hat und natürlich haben wir unterschiedliche Sichtweisen. Bis dahin war es ein schwieriges Rennen. Von meinem Startplatz war es nicht einfach, Plätze gutzumachen. Jetzt muss ich das Positive von diesem Wochenende mitnehmen und weitermachen.

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Toto Wolff

Die Weltmeisterschaft dank der schnellsten Rennrunde anzuführen, ist eine Sache, aber was heute ein kleiner Lichtblick war und dem Tag eine positive Note verleiht, ist die Tatsache, dass wir ein richtig schnelles Rennauto zu haben scheinen.

Der Unfall zwischen George und Valtteri war leider unnötig. Valtteri hatte schwierige erste 30 Runden und hätte gar nicht erst an dieser Position sein sollen. George hätte seinerseits aber auch niemals ein solches Manöver wagen dürfen. Gerade wenn man bedenkt, dass die Strecke am Abtrocknen war. Das bedeutete ein Risiko und vor ihm fuhr ein Mercedes. In der Entwicklung eines jungen Fahrers darf er diese globale Sicht niemals aus den Augen verlieren. Ich schätze, dass dies sehr lehrreich für ihn war.

Davon abgesehen haben wir viele Höhen und Tiefen durchlebt. Angefangen beim Zwischenfall in der ersten Kurven, der uns am Auto von Lewis zwei Zehntel an Aero-Performance gekostet hat. Danach hat Lewis in Runde 31 die Streckenbegrenzung berührt. Seine Aufholjagd nach dem Re-Start war danach absolut erstklassig.

Alles in allem ist es aufgrund der Umstände sehr schwierig, den heutigen Tag einzuschätzen, aber wir hatten sowohl im Nassen als auch auf abtrocknender Strecke ein sehr gutes Auto. Wir fangen langsam an, das Auto besser zu verstehen, aber angesichts unserer Daten haben wir noch immer kein Auto und keine Power Unit, die auf Augenhöhe mit Red Bull Honda sind.

Andrew Shovlin

In Runde 31 konnten wir uns nur schwer vorstellen, dass es noch schlimmer werden könnte. Lewis steckte mit einem kaputten Frontflügel im Kiesbett und Valtteri war nach einem heftigen Unfall draußen. Entsprechend ist es eine kleine Erleichterung, hier mit beiden WM-Führungen im Gepäck abzureisen. Ich schätze, dass wir dafür dankbar sein müssen.

Lewis erlebte ein zweigeteiltes Rennen. Die erste Hälfte wurde durch den Schaden an seinem Frontflügel nach der Berührung mit Max beeinträchtigt. Das verbesserte sich leicht, als die Fußplatte sich komplett löste, aber es fehlte immer noch eine ganze Menge an Last und Balance. Deshalb waren wir etwas überrascht, als Lewis gegen Ende seines Stints auf Intermediates auf Max aufschließen konnte. Der Übergang zum Trocknen war okay, das Aufwärmen der Reifen war aber eine Herausforderung und ich glaube, dass wir in dieser Hinsicht schlechter aussehen als unsere Gegner. Da wir aber keine Zeit hatten, um den Flügel zu wechseln, war von vorneherein klar, dass es schwer werden würde, Max unter Druck zu setzen. Das hat sich danach jedoch erledigt, als Lewis beim Überrunden von der Strecke rutschte und viel Zeit und viele Positionen verlor. Die Rennunterbrechung gab uns die Chance, das Auto zu reparieren und im letzten Stint haben wir gesehen, wozu es in der Lage war. Es war eine großartige Aufholjagd von Lewis und eine beeindruckende schnellste Runde.

Valtteri erlebte einen noch schwierigeren Tag. Für ihn war das Aufwärmen der Reifen eine noch größere Herausforderung als für Lewis. Valtteri hatte vor allem mit dem Grip an der Hinterachse zu kämpfen. Das war sowohl auf den Intermediates als auch den Slicks der Fall, aber beim Übergang zur trockenen Strecke war es besonders schlimm. Er wurde von einigen Autos überholt und das hat schlussendlich die Ereignisse in Gang gesetzt, die zum Unfall mit George führten und sein Rennen beendeten. Alles in allem war es ein frustrierendes Wochenende und eines nach dem es viele Bereiche gibt, die wir uns ansehen müssen, um sie zu verbessern.

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