• Lewis und Valtteri starten ins Monaco-Wochenende

Das Mercedes-AMG Petronas F1 Team hatte am ersten Tag in Monaco viel zu tun

  • In einem soliden, aber unspektakulären ersten Training belegten Lewis und Valtteri am Vormittag die Plätze fünf und sechs
  • Am Nachmittag fuhr Lewis auf den Soft-Reifen auf P3, Valtteri kam auf der gleichen Mischung auf P5
  • Beide Fahrer arbeiteten auf längeren und kürzeren Runs an der Balance ihrer Fahrzeuge
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Lewis Hamilton

Jeder Fahrer liebt es, hier in Monaco zu fahren. Das Wetter war großartig und die Strecke ist rasant, absolut faszinierend. Der Tag hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ferrari sieht hier stark aus, was klasse ist, denn das bedeutet einen noch stärkeren Wettbewerb.

Auf dieser Strecke hatte ich schon immer das Gefühl, dass man nicht versuchen sollte, den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen. Dies muss einem aber trotzdem rasch gelingen. Der Grip ist in diesem Jahr sehr hoch, sie haben die Oberfläche erneuert und dadurch ist die Haftung sehr gut.

Egal an welche Strecke du kommst, das Auto ist nie auf Anhieb bei 100 Prozent, du musst dich immer zuerst akklimatisieren. Aus Fahrersicht heißt das, dass du experimentieren musst. Du musst deinen Fahrstil feintunen, herausfinden, wo du pushen kannst und wo nicht, erkennen, wo du etwas Zeit hergeben kannst, um andernorts welche zu gewinnen. Du musst immer am Auto arbeiten.

Unser Auto ist gut. Uns sind bei der Balance einige ordentliche Schritte gelungen, so gesehen bin ich sehr happy. Ich habe einige Veränderungen, die ich heute Abend bei der Analyse vornehmen möchte, und dann wird es am Samstag ganz sicher eng zugehen. Das ist sehr aufregend.

Valtteri Bottas

Es ist schön, nach zwei Jahren wieder auf dieser Strecke zu fahren. Sie ist immer noch eng und es gibt kaum Platz. Das ist sehr anspruchsvoll und ich glaube, dass wir noch am Auto arbeiten müssen. Aus meiner Sicht passt es auf dieser Strecke an der Vorderachse noch nicht ganz. Ähnliche Probleme hatten wir schon auf anderen Kursen, größtenteils mitten in der Kurve, aber hier gibt es nur langsame Kurven und wenn man dann kein gutes Gefühl für die Vorderachse hat, kann man leicht Zeit verlieren. Unser Auto fühlt sich auf den Bodenwellen und in den erhöhten Kurven recht steif an. Das müssen wir uns ansehen.

Es wird wichtig, die Reifen rasch ins Funktionsfenster zu bringen. Heute ist mir das auf der ersten Runde nicht sofort gelungen, entsprechend müssen wir morgen hart daran arbeiten. Ferrari sieht schnell aus, ebenso wie Red Bull. Es ist also nicht nur ein Zweikampf, was viel Spannung verspricht.

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Andrew Shovlin

Für einen Donnerstag in Monaco war das heute ein relativ unkomplizierter Tag. Der Verkehr ist hier immer ein Thema und durch die kürzeren Trainings ist es wie erwartet schwierig, viel an Long Runs zu arbeiten. Wir konnten trotzdem den Großteil unseres geplanten Programms absolvieren und dabei ein ordentliches Verständnis unserer Grenzen entwickeln und erkennen, in welchen Bereichen wir uns noch verbessern müssen. In dieser Saison haben wir gelernt, dass wir im Kampf um die Spitze immer mit Max rechnen müssen, aber es war eine Überraschung, dass heute beide Ferraris stark ausgesehen haben. Man muss die Zeitenlisten nicht lange untersuchen, um zu sehen, dass ihre Pace unverfälscht ist. Sie könnten hier ein echter Sieganwärter sein.

Morgen steht uns ein zusätzlicher Tag zur Verfügung, was uns entgegenkommt, da wir unsere Performance anscheinend sowohl auf einer Runde als auch auf Long Runs verbessern müssen. In Monaco kommt es jedoch immer darauf an, das gesamte Wochenende zusammenzufügen und so gesehen war heute ein sehr ordentlicher Auftakt für uns.