• Lewis und Valtteri starten in Russland von P4 und P7

Das Mercedes-AMG Petronas F1 Team fährt bei wechselhaften Wetterbedingungen in Sotschi auf die Plätze vier und sieben

  • Lewis qualifizierte sich auf dem vierten Platz, Valtteri belegte im Qualifying zum Großen Preis von Russland den siebten Platz. Zuvor hatten beide im Q1 und Q2 eine starke Pace gezeigt und die ersten beiden Sessions auf Intermediates und sehr nasser Strecke dominiert.
  • Im Q3 setzten die beiden Mercedes-Fahrer bei sich verbessernden Streckenbedingungen erneut die schnellsten Rundenzeiten auf Intermediates, bevor die anderen Fahrer auf Slicks wechselten.
  • Aufgrund ihrer Position auf der Strecke kamen Lewis und Valtteri als letzte Fahrer zum Wechsel auf Soft-Reifen an die Box und hatten dadurch nur noch Zeit für eine gezeitete Runde. Die anderen Fahrer hatten hingegen genügend Zeit für zwei schnelle Runden und konnten sich auf jedem Umlauf verbessern, da ihre Reifentemperaturen anstiegen.
  • Da der Soft-Reifen erst auf der zweiten gezeiteten Runde ins optimale Fenster kam, konnte keiner der beiden Mercedes-Fahrer seine zuvor auf Intermediates gefahrene Zeit verbessern. Jetzt erwartet beide im Grand Prix, der am Sonntag bei trockenen Bedingungen stattfinden soll, eine schwierige Aufgabe. 
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Lewis Hamilton

Ich habe in der Boxengasse einen Fehler gemacht und bin unheimlich enttäuscht darüber. Bis dahin hatte ich mich eingeschossen, ich war in der Zone und es tut mir wirklich sehr leid für das gesamte Team, sowohl hier an der Strecke als auch Zuhause in der Fabrik. Denn so etwas erwartet man nicht von einem Champion. Aber es ist, wie es ist. Jetzt muss ich morgen mein Bestes geben, um das wiedergutzumachen. Am Ende war es wahnsinnig rutschig, vor allem wenn die Reifen nicht auf Temperatur sind, weil man keine Zeit für eine zweite Push-Runde hat. Deshalb konnten wir mit den Zeiten der Jungs vor uns nicht mithalten.

Die Autos vor uns haben eine gute Pace und es wird morgen ganz gewiss nicht einfach. Jetzt kann ich nur beten und hoffen, dass unser Auto bis morgen okay ist. Aber solche Momente stellen uns auf die Probe und so fürchterlich ich mich gerade fühle, so sehr werde ich versuchen, das morgen in positive Energie umzusetzen und das Bestmögliche herauszuholen. Immerhin steht ein Brite auf der Pole, das ist großartig. Herzlichen Glückwunsch dazu an Lando.

Valtteri Bottas

Im Q1 und Q2 lief alles gut und wir schienen auf den Intermediates bei diesen Bedingungen stark zu sein. Als es am Ende abtrocknete, kamen wir herein und hofften, dass wir zwei gezeitete Runden würden fahren können. Leider hat es nur zu einer gereicht, auf der wir die Reifen nicht zum Funktionieren gebracht haben. Es war zu schwer, sie auf Temperatur zu bringen. Die Autos vor uns konnten mindestens zwei Runden fahren und das war unser Problem. Das ist nicht gerade toll, aber es ist noch lange nicht vorbei. Wir haben ein starkes Auto und ich hatte das gesamte Wochenende über eine starke Pace. Wenigstens starte ich morgen nicht vom Ende des Feldes wie in Monza. Jetzt hoffe ich, dass es im Rennen besser läuft und ich mich von P7 weiter nach vorne kämpfen kann.

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Toto Wolff

Manchmal gibt es Situationen wie diese, in denen man einfach Pech hat. Es gab keinen Fehler, den man aufführen könnte. Wir waren die ersten Autos auf der Strecke und kamen so in die Situation, dass wir entweder unsere beiden Runs auf den Intermediates hätten abbrechen müssen, um zwei Runs auf den Softs zu fahren, oder wir konnten auf Nummer sicher gehen und die Runde zu Ende fahren. Wir haben uns für Letzteres entschieden. Wenn wir die Zeit zurückdrehen könnten, würden wir vielleicht nicht als Erste rausfahren und eine Minute länger warten, aber wir haben keine Kristallkugel.

Selbst ohne den Mauerkuss von Lewis hätten wir keine zwei Runden auf den Soft-Reifen fahren können und die Reifen haben heute eindeutig zwei Umläufe gebraucht. Auf der zweiten Runde wären wir sicher schnell genug gewesen, um in der ersten Reihe zu stehen, aber mit nur einer Runde hatten wir keine Chance, die Reifen ausreichend auf Temperatur zu bringen. Jetzt müssen wir das Ruder morgen herumreißen. Manchmal läuft es für dich, manchmal gegen dich, aber wichtig ist, wie man darauf reagiert. Lewis kann immer noch um den Sieg kämpfen und das bleibt auch unser Ziel. Valtteri muss hingegen von P7 angreifen und er hat das gesamte Wochenende über sehr stark ausgesehen.

Andrew Shovlin

Das war ein frustrierendes Ende zu einem Qualifying, in dem wir bis dahin durchweg sehr stark ausgesehen hatten. Die Bedingungen waren ungewöhnlich, da es lange dauerte, bis die Strecke genügend abtrocknete. Der Intermediate-Reifen hielt gut und baute nicht ab. Deshalb wollten wir in der letzten Session eine Zeit auf dem Intermediate setzen und danach auf Trockenreifen wechseln. Leider reichte eine Runde auf den Slicks nicht aus, um sie zum Arbeiten zu bringen. So konnten uns am Ende einige Autos überholen. Es war jedoch ermutigend zu sehen, dass unser Auto im Nassen gut funktioniert hat, aber danach haben wir uns selbst mehr Arbeit für morgen eingebrockt als wir uns erhofft hatten. Immerhin war unsere Pace am Freitag stark, somit ist noch alles möglich.

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