• George und Lewis eröffnen die Saison in Bahrain

Das Mercedes-AMG Petronas F1 Team erzielt am ersten Trainingstag in Bahrain weitere Fortschritte

  • George fuhr im ersten Training des Tages die viertschnellste Rundenzeit, Lewis belegte Rang sieben.
  • Am Abend erzielte George unter dem Flutlicht die viertschnellste Zeit, Lewis hatte während der gesamten zweiten Session mit einem DRS-Problem an seinem Auto zu kämpfen und beendete das Training auf dem neunten Platz.
  • Das Team experimentierte mit einer Reihe von Teilen, die den „Bouncing“-Problemen des W13 entgegenwirken sollen. Es sammelte im Verlauf des Tages wertvolle Daten, die dabei helfen sollen, den durch das „Porpoising“ verlorenen Abtrieb zurückzugewinnen.
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George Russell

Es geht nur um die Rundenzeit und wir sind sicher noch nicht da, wo wir sein wollen. Wir haben Fortschritte bei der Lösung einiger unserer Probleme gemacht, aber die Pace ist im Moment nicht da. Wir müssen uns heute Abend die Daten ansehen, um zu verstehen, wo wir mit dem Auto zu kämpfen haben. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, um den Rennwagen dorthin zu bringen, wo wir ihn haben wollen, aber wenn ein Team das kann, dann sind wir es. Heute war es windiger als in der vergangenen Woche, zudem sind wir zu anderen Tageszeiten gefahren und haben viele Dinge am Auto ausprobiert, um die Performance zu verbessern. Deshalb müssen wir jetzt viele Faktoren abwägen. Wir setzen wirklich alles daran, die Leistung herauszuholen, von der wir glauben, dass sie vorhanden ist. Aber im Moment können wir sie nur schwer abrufen. Jetzt gilt es, die Daten zu studieren und das Beste aus dieser Situation machen.

Lewis Hamilton

Im zweiten Training hatten meine beiden vorderen Bremsscheiben unterschiedliche Temperaturen. Die linke war kühler und die rechte wurde wärmer, so dass die Lenkung beim Bremsen nach rechts zog. Dadurch konnte ich nicht so viele Runden fahren. Das war nicht toll, aber es ist kein großes Problem und wir können es beheben.

Durch das „Bouncing“ verlieren wir im Vergleich zu den anderen Autos an Abtrieb, was die Sache für uns viel schwieriger gestaltet. Wir bluffen nicht, wie die Leute vermuten, aber wir werden so hart wie möglich arbeiten, um das zu überstehen und das Beste herauszuholen. Im Moment werden wir hier nicht um den Sieg mitfahren. Red Bull liegt 0,8/0,9 Sekunden vor uns, und Ferrari hat eine halbe Sekunde Vorsprung, so dass wir uns mit den Verfolgern herumschlagen müssen. Ich bin immer noch ruhig und versuche einfach, mein Bestes zu geben und alles aus dem Auto herauszuholen. Es ist nicht ideal, aber wir werden als Team an einem Strang ziehen und versuchen, das Problem zu lösen.

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Andrew Shovlin

Im ersten Training nutzten wir die Tatsache, dass wir zum ersten Mal in diesem Jahr zwei Autos zur Verfügung hatten. Deshalb entschieden wir uns dazu, mit unterschiedlichen Spezifikationen zu fahren. Das war ein nützlicher Test, bei dem wir herausgefunden haben, welches Setup und welche Unterboden-Spezifikation am besten für das „Bouncing“ geeignet ist. Allerdings haben wir immer noch Probleme damit, das Heck des Autos tiefer abzustimmen, und der Versuch, dies zu erreichen, hat den Fahrern in der zweiten Session eine ziemlich holprige Zeit beschert. Was die Pace angeht, haben wir einen deutlichen Abstand zu Ferrari und Red Bull, vor allem mit Blick auf den Long Run von Max. Es gibt einige relativ einfache Verbesserungen, die wir über Nacht an der Balance vornehmen können, aber mehr als ein paar Zehntel werden wir dadurch nicht finden. Wichtiger ist, dass wir weiter lernen, denn wir scheinen das „Bouncing“ nicht so gut verstanden zu haben wie einige andere Teams, und vielleicht fehlt unserem Auto auch ein wenig die Pace. Uns erwarten also ein paar harte Tage, an denen wir uns auf Schadensbegrenzung konzentrieren müssen. Gleichzeitig müssen wir aber auch weiter experimentieren, um zu sehen, ob wir das Auto besser hinbekommen können.