• Es liegt noch Arbeit vor Mercedes-AMG in Montreal

Nützliche Erkenntnisse, aber noch viel zu tun für das Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team nach dem Trainingstag in Kanada

  • George fuhr im ersten Training des Tages die sechstschnellste Zeit, Lewis belegte Platz acht.
  • Während sich der Wind im Vorfeld eines aufkommenden Sturms drehte, beendete George das zweite Training auf P7, Lewis kam auf P13. Beide Fahrer empfanden das Fahrverhalten des W13 als unbeständig.
  • Auf der Suche nach mehr Performance experimentierte das Team in Montreal mit einem modifizierten Unterboden und einer überarbeiteten hinteren Spurstange.
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George Russell

Es macht Spaß, auf dieser Strecke zu fahren. Sie ist altmodisch und sehr anspruchsvoll, weil die Autos über die Kerbs springen. Unsere Performance war nicht so, wie wir es uns gewünscht haben. Wir sind ziemlich weit von der Pace der ersten beiden Teams entfernt und es gibt auch ein paar Jungs - Fernando und Seb - die sehr stark aussehen, also haben wir noch einiges zu tun. Es ist immer noch sehr holprig da draußen, die Steifigkeit dieser Autos ist ziemlich brutal. Wir können nicht mehr so viel über die Kerbs fahren wie früher. Wir haben das Auto so weich wie möglich abgestimmt, aber irgendetwas an dieser Fahrzeuggeneration hindert uns daran, das zu tun. Das war während des zweiten Trainings wahrscheinlich die größte Abweichung in der Abstimmung zwischen Lewis und mir, wir sind in völlig unterschiedliche Richtungen gegangen, also werden wir in der Lage sein, über Nacht einen goldenen Mittelweg zwischen den beiden Varianten zu finden. Wir müssen uns vor dem Mittelfeld qualifizieren. Wir haben ein starkes Rennauto, das wahrscheinlich das drittschnellste im Feld ist, aber wenn wir es zulassen, dass ein oder zwei Autos vor uns landen, könnte es schwierig werden.

Lewis Hamilton

Es war so ziemlich wie jeden Freitag, wir haben mit vielen Dingen experimentiert. Wir haben heute Vormittag einen neuen Unterboden an meinem Auto ausprobiert, der nicht wirklich funktionierte, und es scheint, dass viele Dinge, die wir an diesem Auto ausprobieren, nicht funktionieren. Wir haben im zweiten Training mit sehr unterschiedlichen Abstimmungen an den beiden Autos experimentiert, um zu sehen, ob die eine Variante funktioniert und die andere nicht. Was auch immer wir an diesem Auto tun, um es zu verbessern, macht es nur noch schwieriger, aber wir müssen weiterarbeiten, es ist, wie es ist. Wenn man die Randsteine hier nur leicht berührt, geht das Auto sofort fliegen, es ist so steif und hier in Montreal muss man wirklich über die Kerbs fahren. Es ist nicht das Montreal, das ich gewohnt bin und wo ich im Laufe meiner Karriere schon so oft gefahren bin. So schlimm hat sich hier noch keines meiner Autos angefühlt, also hoffe ich, dass wir über Nacht ein paar solide Fortschritte machen können. Du kämpfst sehr hart, um das Auto von der Mauer fernzuhalten, du fängst ein Auto ab, das springt, das hält dich definitiv auf Trab. Wir haben das Auto angehoben, aber es hat keinen wirklichen Unterschied gemacht.

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Andrew Shovlin

Wir haben einige Modifikationen an den Autos getestet, um die Probleme, die wir in Baku hatten, zu beheben, und wir werden diese Daten weiter analysieren. Aber das Bild sieht hier ähnlich aus wie in Monaco und Baku, wo die Bodenfreiheit das Auto sowohl in langsamen als auch in schnellen Kurven beunruhigt hat. Wir haben die uns zur Verfügung stehenden Einstellungen durchgespielt, aber wir haben nur verschiedene Kompromisse bei der Fahrhöhe und dem Abtrieb gefunden, ohne dass wir insgesamt eine signifikante Performancesteigerung erzielen konnten. Die Balance war sowohl bei wenig als auch mehr Benzin im Tank nicht besonders gut. Aber obwohl die Probleme mit der Bodenfreiheit das noch verschlimmern, können wir daran über Nacht wahrscheinlich noch ein paar Fortschritte erzielen. Uns fehlt vor allem der Grip an der Hinterachse, was wir wohl mit den normalen Setup-Tools verbessern können. Obwohl es einer unserer schwierigeren Freitage war, werden wir heute Abend weiter hart arbeiten, um das zu optimieren, was wir haben. Denn wir haben in den letzten Rennen gezeigt, dass wir auch mit einem schwierigen Auto noch eine gute Punkteausbeute einfahren können.