• P5 und P10 für George und Lewis in Saudi-Arabien

Das Mercedes-AMG Petronas F1 Team belegte beim Großen Preis von Saudi-Arabien die Plätze fünf und zehn

  • George beendete das Rennen nach einer besonnenen Leistung auf dem fünften Rang. Er überholte schon früh Esteban Ocon und hatte danach für einen Großteil des Rennens freie Fahrt.
  • Lewis startete von Rang 15 und schloss das Rennen auf dem zehnten Platz ab. Dabei setzte er im Vergleich zum Großteil des Feldes auf eine abweichende Strategie mit den harten Reifen.
  • Die Safety-Car-Phase in Runde 17 kam für Lewis zu früh, um einen Boxenstopp einzulegen und auf die Medium-Reifen zu wechseln. Im späteren Rennverlauf verhinderten eine virtuelle Safety-Car-Phase und ein langsam fahrender Daniel Ricciardo in der Boxeneinfahrt, dass das Team einen Vorteil daraus schlagen konnte.
  • Es war der 180. Grand-Prix-Start von Lewis für das Mercedes F1 Team, damit stellte er einen neuen Rekord für die meisten Starts mit dem gleichen Konstrukteur auf.
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George Russell

Es war ein starkes Rennen, was die Maximierung unseres Punktepotenzials angeht. Das Auto fühlte sich gut an, aber es fehlt uns einfach an Abtrieb, weil wir das Auto nicht tief genug abstimmen können. Wir haben den Wagen in ein gutes Arbeitsfenster gebracht, und ich habe so hart wie möglich gepusht. Es war wahrscheinlich das körperlich härteste Rennen, das ich bislang in der Formel 1 gefahren bin, 50 Runden am Limit auf einem schnellen Straßenkurs – jetzt wünsche ich mir das im Kampf um den Sieg. Jeder arbeitet so hart wie möglich, um die Lücke zu Red Bull und Ferrari zu schließen. Alle Teammitglieder in Brackley und Brixworth wollen mehr, und wir werden weiter Druck machen, bis wir diese Lücke geschlossen haben. Der erste Teil der Saison ist nicht so vollgepackt mit Rennen, der Kalender ist nicht zu dicht, also haben wir etwas Zeit, um Lösungen zu finden. Wir sind nicht hier, damit wir um Platz fünf kämpfen. Aber man muss das Positive sehen: Das Rennen war angenehm zu fahren und diese Strecke gehört wahrscheinlich zu den fünf besten des Jahres, sie ist unglaublich schnell und bietet fantastischen Grip.

Lewis Hamilton

Was die Balance angeht, fühlte sich das Auto gut an, aber es war einfach nicht schnell genug. Das Endergebnis ist nicht großartig, aber das Rennen verlief relativ gut. Zu Beginn hatte ich mit den Reifentemperaturen zu kämpfen, aber dann begann ich, auf die Autos mit den Medium-Reifen aufzuholen, es war ein wirklich guter Stint. Ich konnte mit George mithalten und fuhr ordentliche Rundenzeiten, wenn man bedenkt, wie alt die harten Reifen am Ende waren. Wir hatten Pech damit, wie sich die Situation mit dem VSC gegen Rennende entwickelte, aber ich habe alles gegeben. Der gestrige Tag hat das Wochenende so viel schwieriger gestaltet, und das nehme ich auf meine Kappe. Es ist ärgerlich, aber wir müssen weiter kämpfen, mehr können wir nicht machen. Ich weiß, dass ich ein großartiges Team habe, und wir werden den Kopf nicht hängen lassen.

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Toto Wolff

Das heutige Rennen hat gezeigt, wo wir derzeit stehen. Die Leistungsunterschiede schienen im Qualifying und im Rennen ähnlich zu sein, und es ist klar, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben, um an der Spitze mitkämpfen zu können. George hat sein Rennen gut kontrolliert und das Maximum herausgeholt, das wir heute ohne Zwischenfälle vor ihm erreichen konnten. Für Lewis sollte es von Anfang an von P15 aus ein schwieriger Nachmittag werden. Das erste Safety Car kam zu früh, um das Rennen auf Medium zu Ende zu fahren, also blieben wir draußen, wie auch die anderen Fahrer, die auf Hard gestartet sind. Dann verpassten wir die Gelegenheit, an die Box zu gehen, kurz bevor die Boxengasse unter dem VSC geschlossen wurde, was uns ein paar Positionen kostete. Das Gesamtbild ist ernüchternd, und es ist klar, dass wir weiter hart arbeiten müssen, wenn wir in Melbourne eine bessere Performance zeigen wollen.

Andrew Shovlin

Das war ein hartes Wochenende. Jetzt müssen wir in die Fabrik zurückkehren und uns vor Melbourne neu sortieren. Die Strecke hier war für uns schwieriger als Bahrain. Wir machen uns keine Illusionen darüber, wo wir im Moment stehen, aber wir müssen konzentriert und effektiv bleiben. Wir haben eine enorme Herausforderung vor uns, aber in den letzten acht Jahren hat das Team jedes Performance-Problem in den Griff bekommen, das sich uns in den Weg gestellt hat. Das ist uns gelungen, weil wir so viele talentierte und engagierte Mitarbeiter in unserem Team haben, sowohl in Brackley als auch in Brixworth. Wir haben in den nächsten Wochen und Monaten sicherlich noch viel Arbeit vor uns, aber wir sind entschlossener denn je, wieder an der Spitze mitzukämpfen.

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